Vergangenen Samstag trafen die Wasserballer des VfB Friedberg im heimischen Becken auf den WSV Ludwigshafen. Vor heimischer Kulisse wollte man die Siegesserie im Usa Wellenbad fortsetzen und weiter umgeschlagen bleiben. Mit dem WSV Ludwigshafen gastierte der aktuell Viertplatzierte und traf auf die zweitplatzierten Friedberger. Im vergangenen Jahr hatte man sich zu Hause durchsetzen können, während man auswärts knapp mit einem Tor unterlag.Auch in diesem Jahr hatte der WSV Ludwigshafen bereits knappe Spiele gegen gute Mannschaften absolviert, und so erwartete man ein knappes und spannendes Spiel.
Im ersten Viertel gelang den Gästen der bessere Start und sie konnten sich schnell mit zwei Toren vom Vfb Friedberg absetzen. Erst zum Ende des ersten Viertels gelang auch den Gastgebern offensiv mehr, und man konnte schließlich das erste Viertel mit 3:2 für sich entscheiden.Im zweiten Viertel agierte Friedberg souveräner und konnte die Führung zwischenzeitlich ausbauen, so dass es am Ende des zweiten Viertels mit einem Halbzeitstand von 6:4 in die Pause ging.
Die Gäste aus Ludwigshafen ließen sich im weiteren Spielverlauf jedoch nicht von diesem Rückstand beeinflussen. Zwar gelangen dem VfB mehrere gute Aktionen in Folge und man konnte sich zwischenzeitlich auf 9:4 davonziehen, allerdings ließ der VfB auch einige Chancen aus und ermöglichte Ludwigshafen so weiter im Spiel zu bleiben. Kurz vor Ende des dritten Viertels gelang so auch Ludwigshafen noch einige Aktionen, und mit einem Zwischenstand von 9:7 ging es damit in den letzten und entscheidenden Spielabschnitt. Nach der zuletzt deutlichen Führung fühlte sich der VfB zu sicher und agierte in der Offensive zu hastig und mit zu vielen individuellen Fehlern, so dass es den Gästen nach nur 3 Minuten im letzten Viertel gelang, den Ausgleich zum 9:9 zu erzielen. Abermals fing sich der VfB und erzielte zwei Treffer in Folge, aber in den letzten Spielminute gelang es dem Kapitän der Gäste, Andreas Sommer, den Ausgleich zum 11:11 zu erzielen. Der letzte Angriff des VfB landete nicht im gegnerischen Kasten, und so ging es für beide Mannschaften in das Entscheidungsshow werfen vom 5m-Punkt. Nach zwei vergebenen 5m Würfen musste sich der VfB schließlich den Gästen geschlagen geben und verlor somit erstmals in der laufenden Saison im heimischen Becken. Einziger Trost bleibt, dass durch das Unentschieden in der regulären Spielzeit zumindest ein Punkt gewonnen wurde und Friedberg somit vorerst den zweiten Tabellenplatz behaupten konnte.
Trainer, René Reimann zeigte nach dem Spiel gemischte Gefühle: „ Wir haben heute eigentlich ein gutes Spiel gemacht und lange Zeit das Spiel dominiert. Eigentlich müssen wir dieses Spiel heute hoch gewinnen und dürfen nicht durch individuelle Fehler am Ende in die Situation gelangen, dass die Gäste ein Unentschieden erzielen können. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben, aber es gibt noch ein Rückspiel und jetzt heißt es nach vorne zu schauen und nächste Woche die Punkte zu holen.“
Auch das nächste Spiel wird für den VfB ein Wichtiges. Zu Gast ist Nürnberg, die in der vergangenen Saison bereits für knappe Spiele zwischen den Mannschaften gesorgt haben. Anpfiff ist wie immer um 20:15 Uhr im Usa-Wellenbad.
VfB Friedberg – WSV Ludwigshafen 13:15 n.E. (3:2, 3:2, 3:3, 2:4, 2:4)
VfB: Petrov, Khvorov (1), Schmidt (1), Scerbinin (1), Luh, Khliustov (3), Duch N., Hahn-Wiltschek (2), Hondrich (1), Schoppe, Scholl, Duch, M. (1), Peil (1)
