VfB Friedberg entscheidet auch das zweite Hessenderby für sich 

Nach einem gelungene Start in die Saison der Wasserballliga Süd wollten die Wasserballer des VfB Friedberg am vergangenen Samstag an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen und im zweiten Heimspiel der Saison den zweiten Heimsieg einfahren. 

Gegner war der EFSC Frankfurt, der bis dahin zwar punkt- aber nicht chancenlos gewesen war. So hatten die Frankfurter sich beispielsweise in Neustadt mit nur einem Tor geschlagen geben müssen. Die Devise von Trainer Reimann vor dem Spiel war daher eindeutig: “Auch wenn wir heute der Favorit sind und bisher gute Spiele gemacht haben, dürfen wir das heute nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich erwarte, dass wir ruhig und konzentriert unser Spiel machen. Dann gewinnen wir.” Es folgte eine Gala-Vorstellung seines Teams und das trotzdessen, dass Topscorer Hahn-Wiltschek nicht teilnehmen konnte. 

Nach einem kurzen abtasten der beiden Gegner gelang Kapitän Peil der 1:0 Führungstreffer, es folgten Tore von Youngster Khvorov, Khliustov, Norbert Duch und abermals Khliustov. Und so stand es nach lediglich 5 Minuten Spielzeit bereits 5:0 für die Gastgeber und Frankfurt sah sich gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. 
Hiernach schienen sich die Gäste kurzzeitig gefangen zu haben und erzielten den Anschlusstreffer, sodass es mit einem Zwischenstand von 5:1 in die erste Viertelpause ging. Im zweiten Viertel starteten die Friedberger nicht so offensiv wie noch im ersten Viertel und bereits kurz nach Anpfiff konnten die Gäste den Anschlusstreffer zum 5:2 erzielen. Nun zeigte der VfB aber seine defensive Stärke und unterband konsequent die Frankfurter Chancen, während man umgekehrt die Offensivaktionen wieder effektiv nutzte. So stand es zur Halbzeit bereits 8:2 aus Sicht des VfB. 

Im dritten Viertel setzte sich dieser Trend fort und aus der Defensive heraus konnten die Gastgeber ein ums andere Mal in den Konter gehen und ihre Führung weiter ausbauen. Insbesondere die jungen Spieler des VfB kamen nun vermehrt zum Einsatz und zeigten ihre Geschwindigkeit im Wasser. Mit einem Zwischenstand von 13:4 ging es damit in das letzte Viertel. 
Hier schienen die Kräfte aus Seiten Frankfurts deutlich nachzulassen und man gab Friedberg zunehmend Raum. Zwar konnte Frankfurt erneut zwei Tore erzielen, doch die Gastgeber erzielten im gleichen Zeitraum 8 Tore. Alleine Nico Schoppe konnte im letzten Viertel vier Tore erzielen und wurde damit gemeinsam mit Ilja Scerbinin zum Topscorer des Spiels. 

Kapitän Peil zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: “Wir haben genau das umgesetzt was wir wollten und wir haben vor allem nicht nachgelassen. In der Vergangenheit haben wir nach starken Spielphasen häufig kurzzeitig den Fokus verloren, das ist jetzt nicht mehr so. Wir waren heute unglaublich effektiv. Wir setzen unsere jungen Spieler gut in Szene und die haben Lust ihr können zu zeigen. Das macht Laune auf den Rest der Saison.” 

Bis zum Auswärtssieg des SV Weiden am Folgetag konnte sich der VfB nach diesem Sieg sogar  kurzzeitig über den ersten Tabellenplatz freuen. Nun geht es nach einer kurzen Winterpause im neuen Jahr zunächst auswärts im Süddeutschen Pokal erneut gegen den EFSC Frankfurt, bevor am 17.01.2026 im heimischen Becken der SC Neustadt gastiert. Nach den bisherigen Leistungen soll hier erneut der Heimsieg her. Anpfiff ist wie immer um 20:15. Der Eintritt ist frei.

VfB: Petrov, Khvorov (2), Schmidt, Scerbinin (4), Luh, Khliustov (3), Duch N. (1), Wiltschek (1), Hondrich (1), Schoppe (4), Scholl, Duch M. (2), Stierle, Peil (3)

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