In der Wasserballliga Süd stand für die Wasserballer des VfB Friedberg das Derby gegen den EFSC Frankfurt auf dem Programm. In der laufenden Saison hatte man sowohl das Heimspiel, als auch das Spiel um süddeutschen Pokal deutlich für sich entscheiden können, allerdings sah Trainer Reimann auch Verbesserungsbedarf: “Wir haben ihnen gerade am Anfang zu viel Spielraum gegeben und Frankfurt zu lange im Spiel gelassen. Das müssen wir heute besser machen.”
Und so startete der VfB im ersten Viertel mit einer starken defensiven Leistung und sorgte dafür, dass die Offensivaktionen der Frankfurter ein ums andere Mal in der Verteidigung geblockt oder aber vom stark aufgelegten Torhüter Stierle problemlos entschärft wurden. In der Offensive kam der VfB zwar zu guten Abschlüssen, konnte diese allerdings noch zu wenig im Tore ummünzen und so stand es zum Ende des ersten Viertels 0:3 für die Gäste aus der Wetterau. Im zweiten Viertel gelang nun auch Frankfurt erstmals Offensivaktionen und nach nur zwei Minuten im zweiten Viertel stand es plötzlich 2:4 und die Gastgeber machten Druck den Abstand weiter zu verkürzen. In dieser wichtigen Phase des Spiels gelang es dem VfB die Ruhe zu bewahren und durch Tore von Hahn-Wiltschek, Hondrich, Khliustov und Peil rasch wieder auf 2:8 davonzuziehen. Kurz vor Ende gelang Frankfurt dann allerdings noch der Anschlusstreffer zum 3:8.
Auch im Dritten Viertel waren es zunächst die Gastgeber, die ein Tor erzielen konnten, doch auch hier folgte die Reaktion des VfB prompt und durch drei Tore in Folge zog man nun zur Vorentscheidung dem 4:11 davon. Abermals war es aber der EFSC, der das letzte Tor des Viertels erzielte und so ging es mit einem Spielstand von 5:11 in das letzte Viertel. Nun hätte der VfB einfach ruhig an die bisherige defensive Leistung anknüpfen und mit konzentrierten Aktionen in der Offensive ein eindeutiges Ergebnis erzielen können, doch die Gäste wollten zu viel, spielten offensiv hektisch, verloren in der Offensive den Ball und so musste Torhüter Stierle zahlreiche Offensivaktionen der Frankfurter abwehren. Mit einem 2:2 aus dem letzten Viertel stand aber am Ende dennoch ein respektables 7:13 für den VfB und so sicherte mein sich weiterhin den Tabellenplatz 3.
Trainer Reimann hatte nach dem Spiel gemischte Gefühle: “Wir haben heute einiges gut gemacht. Wir haben Frankfurt am Anfang wenig ermöglicht und offensiv gut gespielt. Das war besser als im letzten Spiel hier. Dann haben wir aber angefangen zu viel zu wollen und waren offensiv hektisch. In einem Spiel wie heute geht es dann noch gut für uns aus, aber wenn wir da einen stärkeren Gegner gegen uns haben, dann wird es auf einmal sehr knapp oder wir verlieren das Spiel. Das haben wir diese Saison schon gesehen. Wir haben jetzt noch ein paar wirklich wichtige Spiele vor uns. Da müssen wir unbedingt diese Hektik abstellen. Sonst kostet uns so etwas den Sieg. Aber bei aller Kritik haben wir uns heute natürlich trotzdem souverän durchgesetzt und keines der Viertel verloren.”
Kommenden Samstag geht es dann auswärts zur zweiten Mannschaft des SC Neustadt. Auch hier will der VfB unbedingt einen Sieg einfahren.
Erster Frankfurter SC – VfB Friedberg 7:13 (0:3, 3:5, 2:3, 2:2)
VfB: Stierle (TW), Wiltschek (1), Khvorov, Scerbinin (2), Luh (1), Khliustov (3), Duch N., Hahn-Wiltschek (3), Hondrich (1), Schoppe, Scholl, Duch M., Peil (2)
