Vergangenen Samstag gastierte im letzten Heimspiel der Saison mit der SG Stadtwerke München der Tabellenzweite der Wasserballliga Süd im Usa-Wellenbad. Die offensiv stärkste Mannschaft, München, traf damit auf die defensiv stärkste Mannschaft der Liga, sodass ein spannendes Spiel zu erwarten war. Im Hinspiel in München hatte der VfB auf mehrere Stammspieler verzichten müssen und musste sich daher am Ende mit 15:10 geschlagen geben. Um die Chance auf den dritten Tabellenplatz zu wahren musste nun aber ein Sieg her.
Und so legte der VfB im ersten Viertel offensiv stark los und traf in den ersten 5 Minuten des Spieles dreimal, während es den Gästen erst nach 6 Spielminuten gelang das erste Mal den stark aufgelegten Schlussmann der Kreisstädter, Petrov, zu bezwingen. Nach einem sehenswerten Treffer von Florian Hondrich stand es zum Ende des ersten Viertels dann 4:1 aus Sicht der Gastgeber. Das zweite Viertel war geprägt von einer starken Defensive auf beiden Seiten. Man schenkte sich nichts, kam aber umgekehrt in der Offensive nicht zu den zwingenden Torchancen und so trennte man sich zur Halbzeit mit einem Zwischenstand von 5:2.
Im dritten Viertel warf München alles nach vorne und stellte in der Defensive um. Der VfB wirkte in dieser Phase kurzzeitig wie gelähmt und gleichzeitig ideenlos in der Offensive. Den Gästen gelang es in dieser Phase durch drei Tore in Folge den Ausgleich zum 5:5 zu erzielen, bevor Hahn-Wiltschek den VfB erneut in Führung brachte. Kurz vor Abschluss des dritten Spielabschnittes gelang es München allerdings abermals den Ausgleich zu erzielen. Das letzte Viertel startete mit einem Schock für den VfB, denn die Gäste gingen erstmals in der Partie in Führung. Man hatte in der laufenden Saison schon gegen Weiden und gegen Ludwigshafen starke Spiele am Ende aus der Hand gegeben und nun führten im letzten Viertel erstmals die Gäste. Defensiv stand man gut und konnte ein ums andere Mal den Ball des Gegners blocken oder aber die Gäste scheiterten an Schlussmann Petrov. Nur Offensiv wollte nicht wirklich viel gelingen.
In dieser Phase war es Topscorer Tobias Hahn-Wiltschek, der sich körperlich gegen die robusten Bayern durchsetzen konnte den VfB erneut in Führung brachte und sich schließlich mit 5 Toren in der Torschützenliste eintragen konnte. Am Ende stand für die Kreisstädter ein verdienter 9:8 Erfolg.
Damit erhält sich der VfB die Chance, München mit einem Sieg in der kommenden Woche auswärts in Ludwigshafen noch vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen. Trainer Reimann zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben hier heute ein sehr gutes Spiel abgeliefert und uns nicht aufgegeben. München ist einer der stärksten Gegner in der Liga und wir haben körperlich und konditionell dagegen gehalten und am Ende verdient gewonnen. Vor allem, dass wir dieses Spiel am Ende für uns entscheiden obwohl das Momentum im dritten Viertel klar beim Gegner liegt ist fantastisch. Ich bin sehr stolz auf das Team.“
VfB Friedberg – SG Stadtwerke München 9:8 (4:1, 1:1, 1:4, 3:2)
VfB: Petrov, Khvorov, Jung (1), Scerbinin, Wiltschek, Khliustov (1), Duch N., Hahn-Wiltschek (5), Hondrich (1), Schoppe, Scholl, Duch, M., Peil (1), Stierle
