Vergangenen Samstag war der VfB Friedberg zu Gast beim WSV Vorwärts Ludwigshafen 1921 zum letzten Saisonspiel der Wasserballliga Süd.
Ludwigshafen hatten Vorfeld bereits viel Werbung gemacht um zu diesem Anlass einen Zuschauerrekord aufzustellen und hatte entsprechend kräftige Unterstützung von der Seitenlinie.
Die Ausgangslage für den VfB war klar: Für Rang drei brauchte man einen Sieg nach regulärer Spielzeit, um die vollen drei Punkte mitzunehmen und an München vorbeizuziehen. Doch schon him Hinspiel om Usa-Wellenbad lieferten sich die beiden Mannschaften ein spannendes Spiel, aus dem Ludwigshafen nach Eintscheidungswerfen als Sieger hervor ging. Deshalb erwarteten die Kreisstädter kein leichtes Spiel, aber waren motiviert für einen Sieg zu kämpfen.
Dabei begann die Partie alles andere als optimal für die Friedberger. Nach einem frühen 1:3-Rückstand kämpfte sich das Team jedoch zurück und zeigte vor allem in der Offensive seine Qualität. Dmytro Khliustov und Ilja Scerbinin übernahmen Verantwortung und sorgten dafür, dass der VfB stets in Schlagdistanz blieb.
Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Friedberg gelang es im dritten Viertel sogar, sich zwischenzeitlich eine drei Tore Führung zu erspielen und das Spiel zu kontrollieren. Doch Ludwigshafen gab sich nicht geschlagen und nutzte, von ihren Fans angefeuert, im Schlussabschnitt jede sich bietende Chance.
In einer hektischen und torreichen Schlussphase gelang den Gastgebern praktisch mit der Schlusssirene der Ausgleich zum 14:14. Damit war klar: Die Entscheidung über den Sieg musste im Strafwurfwerfen fallen.
Dort zeigte sich der VfB nervenstark und setzte sich knapp mit 19:18 durch und ist damit das einzige Team, welches Punkte aus Ludwigshafen mitgenommen hat.
Dennoch überwog nach Abpfiff nicht die Freude über den Auswärtssieg, sondern eher die Enttäuschung über den verpassten historischen dritten Platz.
Trainer René Reimann fand nach dem Spiel trotzdem positive Worte zur beendeten Saison:“Auch wenn wir mit diesem Spiel knapp den dritten Platz verpasst haben, zeigt das Spiel uns und allen anderen Vereinen, dass wir in dieser Liga ganz oben mitspielen können. Wir haben die beste Defensive der Liga und unsere jungen Spieler sind diese Saison ein wichtiger Teil unserer Mannschaft geworden. Ich bin gespannt auf die nächste Saison.“
Der VfB Friedberg beendet damit die Saison mit einem dramatischen Sieg, der jedoch einen bitteren Beigeschmack hat. Trotz großer Moral und starker Leistung reicht es am Ende nicht für den dritten Tabellenplatz. Somit landet der VfB hinter dem SV Weiden 1921, WSV Vorwärts Ludwigshafen 1921 und den SG Stadtwerken München auf dem vierten Platz der Wasserball Liga Süd.
WSV Vorwärts Ludwigshafen 1921 – VfB Friedberg 18:19 n.EW. (4:3, 1:2, 2:5, 7:4, 4:5)
VfB: Petrov (TW), Jung, Khvorov (1), Scerbinin (5), Duch M. (1), Khliustov (6), Duch N., Hahn-Wiltschek (2), Wiltschek, Schoppe (1), Scholl (1), Habrich, Peil (2)
