Vergangenen Samstag Stand für die Wasserballer des VfB Friedberg die weite reise nach München auf dem Programm. Die Bayern waren in der vergangen Saison abgestiegen und so traf man erstmals seit drei Jahren in der Olympiahalle in München auf einander. Nach starken spielerischen Leistungen in den letzten Partien wollte der VfB auch auswärts eine gute Figur abgeben und einen Auswärtssieg einfahren.
Doch die Vorzeichen waren nicht gut. Nachdem bereits die Routiniers Scerbinin, Hondrich, Schmidt und Scholl aus familiären Gründen die Reise nicht antreten konnten, musste Trainer Reimann kurzfristig krankheitsbedingt auch auf die Youngster Wiltschek und Mattis Duch verzichten. So reiste man zwar mit lediglich 11 statt 13 Spielern aber dafür mit ungebrochener Moral in München an. Die Ansage von Trainer Reimann vor dem Spiel war eindeutig: „Wir dürfen heute nicht leichtsinnig die Bälle hergeben und wir dürfen uns nicht auf einen Schwimmwettkampf einlassen.“
Im ersten Viertel war es nach knapp zwei Minuten der VfB in Form von Khliustov, der den den ersten Treffer erzielte. Dies sollte auch der einzige Treffer in diesem Viertel bleiben, was vor allem der starken defensiven Leistung des VfB geschuldet war.
Durch einen sehenswerten Lupfer im zweiten Viertel durch Trageser gelang dem VfB die 0:2 Führung, bevor auch die Gastgeber erstmals eine Chance verwandeln und schließlich auch zum 2:2 ausgleichen konnten. Hahn-Wiltschek brachte den VfB anschließend erneut in Führung, doch kurz vor Ende der ersten Hälfte gelangen München zwei weitere Treffer und so ging es mit der ersten Führung für München mit 4:3 in die Halbzeitpause.
Auch die zweite Spielhälfte startete mit einem Tor des VfB. Diesmal war es Schoppe, der für die Gäste zum 4:4 Zwischenstand einnetzte. In diesem Viertel präsentierte sich auch Torhüter Petrov von seiner besten Seite und parierte gleich zwei Strafwürfe in Folge. Zum Ende des dritten Viertels gelang es München erstmals sich mit zwei Toren abzusetzen und so ging es mit einem Zwischenstand von 7:5 in das entscheidende letzte Viertel. Rund 6 Minuten vor Schluss hatte man sich durch erneute Tore von Khliustov und Hahn-Wiltschek sowie weitere Paraden und eine starke Defensive erneut zurück ins Spiel gekämpft und erneut den Ausgleich zum 8:8 erzielt. Doch in den letzten vier Spielminuten entglitt dem VfB das Spiel. Kapitän Peil musste aufgrund seines dritten persönlichen Fehlers das Wasser frühzeitig verlassen und die Gastgeber kamen zunehmend zu Konteraktionen und so musste man sich nach einem starken und kämpferischen Spiel mit 10:15 geschlagen geben.
Kapitän Peil nach dem Spiel: „Ich bin auf unser Team heute unfassbar stolz. Einige unserer Spieler hatten heute vielleicht im gesamten Spiel eine oder zwei Minuten Pause. Wir haben uns sehr auf die Defensive konzentriert und das auch über dreieinhalb Viertel exzellent gemacht. Vitali hat fantastisch gehalten und Tobias war in der Offensive extrem stark. Ich glaube mit einem oder zwei Stammspielern mehr wäre das heute ein ganz anderes Spiel gewesen. Für mich persönlich ist es natürlich bitter, dass ich dann die letzten drei Spielminuten nur noch von außen mitfiebern kann. Aber wir haben ja noch ein Rückspiel und da freuen wir uns drauf!“
Kommende Woche hat der VfB nun die Chance sich erneut zu beweisen und zuhause weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Zu Gast ist der WSV Ludwigshafen. Anpfiff ist am 31.01. um 20:15.
Der Eintritt ist frei.
SG Stadtwerke München – VfB Friedberg 15:10 (0:1, 4:2, 3:3, 8:4)
VfB: Petrov, Trageser (1), Luh, Khliustov (4), Duch N., Hahn-Wiltschek (4), Löblich, Schoppe (1), Khvorov, Habrich, Peil
