Vergangenen Samstag war der VfB Friedberg im Viertelfinale des Süddeutschen Wasserball-Pokals beim SV Weiden 1921 zu Gast. Die Rollen waren vor dem Anpfiff klar verteilt: Weiden ging als Meister der Wasserballliga Süd favorisiert ins Spiel, während die Friedberger zudem nur mit neun Spielern anreisen konnten. Trotz der schwierigen Ausgangslage hielt der VfB Friedberg über weite Strecken gut dagegen.
Die Partie begann aus Sicht der Gäste vielversprechend. Dmytro Khliustov erzielte früh die Führung für Friedberg und setzte damit direkt ein erstes Ausrufezeichen. Die Mannschaft von Trainer René Reimann stand kompakt in der Defensive und machte es dem Favoriten schwer. Weiden arbeitete sich zwar im ersten Viertel in Führung, doch beim Stand von 3:2 blieb die Begegnung zunächst offen.Auch im zweiten Abschnitt hielt Friedberg stark dagegen. Die Gäste ließen sich vom knappen Rückstand nicht beeindrucken und kämpften sich zurück ins Spiel. Durch konzentrierte Offensivaktionen gelang schließlich der verdiente Ausgleich zum 5:5. Erst in den Schlussminuten vor der Halbzeit zeigte Weiden seine Klasse und nutzte kleine Unaufmerksamkeiten eiskalt aus. Zwei schnelle Treffer sorgten dafür, dass der Favorit mit einer 7:5-Führung in die Pause ging.
Die Vorentscheidung fiel dann im dritten Viertel. Weiden kam deutlich druckvoller aus der Halbzeitpause und erzielte vier Treffer in Serie, bevor Friedberg wieder Zugriff auf die Partie bekam. Insgesamt kassierte der VfB in diesem Abschnitt sechs Gegentore und konnte selbst nur drei Treffer erzielen. Vor allem die zahlreichen Ausschlüsse machten den Gästen zu schaffen. Immer wieder musste Friedberg in Unterzahl verteidigen und Weiden nutzte diese Situationen konsequent aus. Hinzu kam, dass sich mit zunehmender Spielzeit die fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar machten. Nach drei Vierteln lagen die Friedberger mit 8:13 zurück.Im letzten Viertel stemmte sich Friedberg trotz des deutlichen Rückstands weiterhin gegen die Niederlage. Die Gäste versuchten noch einmal, Ruhe ins eigene Spiel zu bringen und suchten geduldig ihre Chancen im Angriff. Doch Weiden ließ defensiv kaum noch Möglichkeiten zu und kontrollierte zunehmend das Geschehen im Becken. Tobias Hahn-Wiltschek konnte für den VfB zwar noch einmal erfolgreich abschließen, insgesamt fehlte den Friedbergern jedoch die Kraft, um das Spiel noch einmal spannend zu machen. Am Ende stand eine 9:16-Niederlage für den VfB Friedberg, der sich kämpferisch jedoch bis zum Schlusspfiff präsentierte.
Dmytro Khliustov mit vier Treffern und Tobias Hahn-Wiltschek mit drei Toren waren die Toptorschützen auf Seiten der Friedberger. Trainer René Reimann war trotzdem mit der Leistung seiner Mannschaft grundlegend zufrieden: “Es war klar, dass wir hier als Underdog antreten und haben trotzdem gezeigt, was wir können. Besonders in der ersten Hälfte haben wir gut verteidigt und konzentriert angegriffen. Im dritten Viertel hat bei uns leider die Konzentration nachgelassen und dadurch ist am Ende auch das deutliche Ergebnis zustande gekommen.“
SV Weiden 1921 – VfB Friedberg 16:9 (3:2, 4:3, 6:3, 3:1)
VfB: Stierle (TW), Radosavljevic, Jung, Khliustov (4), Duch M., Hahn-Wiltschek (3), Wiltschek, Schoppe (1), Khvorov (1)
